Monatsmotto für den November


 

Sonja vom wertvoll-Blog sammelt jedes Monat die Monats-Mottos.

 

 

Für November heißt mein Monatsmotto

"Ehrlichkeit".

 

Damit meine ich nicht, jede Frage die mir jemand stellt ausführlich und in allen Facetten zu beantworten oder jedem alles mitzuteilen. Sondern in erster Linie Ehrlichkeit gegenüber mir selbst und im zweiten Schritt auch ehrliche Kommunikation, wenn ich das Gefühl habe, dass es angebracht ist.

 

Ich habe in letzter Zeit immer wieder gemerkt, dass ich schwer mit Konflikten umgehen kann. Ich hätte es am liebsten immer harmonisch. Lieber gehe ich den Weg des geringeren Widerstandes. Aber langfristig hilft das keinem weiter.

Ich kann schwer mit dem Gefühl der Ablehnung umgehen. Sowohl, wenn ich abgelehnt werde als auch wenn ich merke, dass ich Ablehnung spüre. Bis jetzt war mein Umgang damit eher der Versuch diese Gefühle zu umgehen, also "lieb und brav" zu sein "freundlich und nett" zu bleiben und mir zu sagen "der andere kann ja nichts dafür".

Trotzdem sind die Gefühle da, und ich habe gemerkt, wenn ich mich damit auseinandersetze geht es mir besser und ich kann dann auch mit der Situation oder dem jeweiligen Menschen, mit dem oder dessen Verhaltensweise ich Schwierigkeiten habe, leichter sprechen oder lockerer umgehen.

 

Wenn ich es schaffe, die Situation nicht so todernst einzustufen, nach dem Motto "Das darf auf keinen Fall so sein" oder "Das MUSS so sein", dann ist es plötzlich gar nicht mehr so tragisch. Dann eröffnen sich auf einmal sehr viele Möglichkeiten mit der Situation umzugehen.

Gerade im Umgang mit meinen Kindern und den Kindern in meinem nahen Umfeld merke ich immer wieder, dass ich bestimmt Vorstellungen habe, die entweder zu einem Kräftemessen und einem Prinzipienstreit führen oder zu einer Chance werden ganz neue Sichtweisen zu erkennen.

 

 

Der nächste Schritt fällt mir dann auch nocheinmal schwer. Nämlich über Dinge zu sprechen, die ich als unangenehm empfinde. Nicht so tun als ob alles in Ordnung wäre sondern ehrlich zu sagen, dass mich etwas stört, dass ich mir schwer tue mit einer Situation. Nicht so lange zu schweigen, bis ich irgendwann explodiere und mit Vorwürfen um mich werfe und extrem enttäuscht bin, weil der/die andere nicht gemerkt hat, wie es in mir aussieht.

 

Bis jetzt habe ich eher nach dem Motto gelebt "Wenn ich nicht hinsehe und nicht darüber spreche, dann ist es vielleicht gar nicht wahr".

 

Mein Monatsmotto für November soll mich nun auf dem Weg begleiten, dass es eher in die Richtung geht: "Wenn ich ehrlich sehe und kommuniziere wie ich es empfinde, dann kann sich die Situation für alle verbessern."

 

Als Motivation dient mir der Leitspruch #druckrauslebensfreuderein von Bettina (diealltagsfeierin.de) und ein Spruch von einer guten Freundin von mir "Ich sage alles".

 

Drückt mir bitte die Daumen, ihr Lieben!

 

 

Der Rückblick für Oktober:

 

Als Monatsmotto für Oktober habe ich mir vorgenommen meine Wohnung gemütlicher zu gestalten und vom Druck Ordnung machen zu müssen hin zum heimeligen wohnen zu kommen.

Für mich ist das wohl eher ein Thema, das mich noch längere Zeit begleiten wird. Aber ein Anfang ist gemacht. Ich räume manchmal effizienter auf als bisher, und sehe auch Teilergebnisse bzw. nehme mir ohne schlechtes Gewissen Zeit für wichtigere Dinge, wenn diese für mich Priorität haben.

Alles in allem ist der erste Schritt für einen bewussteren und freieren Umgang mit dem Thema Ordnung, wohnen und wohlfühlen gesetzt. Hier geht es jetzt Schritt für Schritt weiter.

 

 

 Wie geht es euch mit dem Thema "Ehrlichkeit"?

Was bedeut es für euch, ehrlich zu sein?

Wie lebt ihr das im Alltag?

Traut ihr euch, alles zu sagen?

 

Wie ist das bei euch, wenn ihr euch etwas vornehmt: setzt ihr das dann schnell und effizient um oder ist das eher ein Prozess der seine Zeit braucht?

 



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Kommentare: 2
  • #1

    Bettina (Donnerstag, 03 November 2016 10:34)

    Liebe Isa,

    ich finde dein Monatsmotto einfach zauberhaft, denn es ist ein großes "JA" zu dir selbst und deinen Bedürfnissen.

    Ich habe auch lange zu der Sorte Menschen gehört die seeeehhhhhhrrrrr anpassungsfähig waren und immer und für alles Verständnis hatten. Lieber mal was runtergeschluckt, als den Konflikt suchen. Pflegeleicht für andere und krankmachend für mich.

    Wertschätzung einem selbst gegenüber -10........

    Nach meinem langen Weg, den du ja auch in Auszügen kennst, habe ich gelernt den Mund aufzumachen.

    Was soll ich sagen: es ist wie ein Donnerschlag, manchmal echt heftig, so dass (vermeintliche) Freundschaften sich gen 0 aufgelöst haben. Andere dafür (was schlussendlich die Richtigen sind) haben sich gefestigt und finden auf Augenhöhe statt.

    Vieles läuft auch dezent und leise ab, ist ein Herantasten und Ausprobieren und auch dieser Weg ist befreiend.

    Auch meine Kinder profitieren davon, denn sie bekommen so viel für das Leben mit: sich selbst und seine Bedürfnisse ernst nehmen und schätzen, Konflikte zu lösen und ein Gespür zu entwickeln, seinen Mitmenschen gegenüber.

    Generell brauche ich immer meine Zeit um irgendetwas Neues in mein Leben zu integrieren. Dafür ist das dann auch von Dauer. Hilfreich ist es hier immer für mich, dass so zu zerlegen, dass ich es nicht mehr als Last empfinde....

    Alltagsfeierliche Grüße

    Bettina

  • #2

    Sonja (Donnerstag, 03 November 2016 21:34)

    Hallo,
    ich kann mich Bettina nur anschließen. Ehrlichkeit ist ein "Ja" zu dir selbst. Mir gelingt das nicht immer, aber meist merke ich irgendwann, dass etwas nicht stimmt und forsche dann in mir, wo ich nicht ehrlich genug zu mir war und versuche, wieder mit mir und meiner Umwelt ins Reine zu kommen.
    Bei mir sind auch eine ganze Reihe von Monatsmottos Vorhaben, die mich weit über den Monat hinaus begleiten.
    Schön, dass du dabei bist!
    Liebe Grüße und dir einen mutigen und ehrlichen November!
    Sonja